Wissen und Studien rund um die Ketamintherapie

Ketamininfusion: Erfahrungen zeichnen positives Bild

Sowohl bei Depressionen als auch bei chronischen Schmerzen fällt immer häufiger die Ketamininfusion als Behandlungsansatz. Was in den USA schon seit Jahren erfolgreich angewendet wird, ist in Deutschland noch vergleichsweise wenig bekannt. Ein Grund hierfür ist bislang die fehlende Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen. Viele Patienten, die sich an uns wenden, möchten wissen, wie bei der Ketamininfusion Erfahrungen anderer Betroffener sind. Oft werden bei der Ketamininfusion Erfahrungen positiv geschildert. Zum einen geht der Wirkstoff mit einer schnellen Wirkung einher, zum anderen ist die Verträglichkeit dieses Schmerz- und Narkosemittels weitgehend gut.

Studien liefern positives Feedback

Um sich ein Bild von den Ketamininfusion Erfahrungen zu machen, empfehlen wir Ihnen einen Blick in Studien zu werfen, die sich bislang mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Die Studienergebnisse der Forscher sind vielversprechend und unterstreichen das positive Bild der Therapie. Demnach kann Ketamin beispielsweise bei Suizidgedanken seine positive Wirkung gut entfalten. In einer Studie mit 80 Patienten wurde die Wirkung von Ketamin bei Selbstmordgedanken mit der von Midazolam verglichen. Einen Tag nach der Ketamininfusion haben 55 Prozent der Patienten von einer Besserung ihrer Suizidgedanken gesprochen. Bei Midazolam war dieser Anteil mit 30 Prozent deutlich geringer.

Positive Ketamininfusion Erfahrungen bei chronischen Kopfschmerzen

Auch bei chronischen Kopfschmerzen haben Patienten positive Ketamininfusion Erfahrungen gesammelt. Für eine Studie wurden 77 Patienten in acht Jahren beobachtet. Von 2006 bis 2014 erhielten sie regelmäßig Ketamininfusionen. Gegenüber den Wissenschaftlern erklärten sie, dass die Schmerzstärke sich durch die Infusionen deutlich verbessert hat. Lag sie 2006 durchschnittlich bei 7,1, konnte sie durch die Ketamininfusion auf 3,8 verbessert werden. Dabei haben mehr als 70 Prozent der Studienteilnehmer von der Ketamininfusion profitiert. Das Besondere an diesen Erfahrungen ist die Dauer der Therapie. Die Infusionen erhielten die Patienten über mehrere Tage.

Ketamin Nasenspray in der Praxis

Eine Schwierigkeit bei der Therapie mit Ketamin zum Beispiel zur Behandlung einer Depression ist, dass Ketamin bisher nur als Ketamininfusion gegeben werden kann. Andere Möglichkeiten wie die Gabe als Tablette oder Nasenspray sind zwar möglich, aktuell aber noch nicht etabliert. Eine Studie hat nun untersucht, ob es möglich ist, eine Ketamintherapie auch mit einem Nasenspray durchzuführen.

Ketamin bei Depressionen: Dissoziation gehört dazu

Die genaue Funktionsweise der Ketamininfusion bei der chronischen Depression ist noch nicht entschlüsselt. Obwohl es viele Hinweise auf mögliche Rezeptoren oder Stoffwechselwege gibt, fehlen noch die letzten Erkenntnisse. Allerdings haben viele Studien die Wirkung der Ketamininfusion bei der Depression bestätigt. Anwender bestätigten auch immer wieder den Verdacht, dass es einen Zusammenhang zwischen der sogenannten "Dissoziation Wirkung" und dem antidepressiven Effekt gibt. Genaue Studiendaten gab es dazu aber bislang nicht. Das hat sich nun geändert, denn eine Studie untersuchte die Ausprägung der dissoziativen Symptome während der Ketamininfusion und der darauf folgenden antidepressiven Wirkung.

Ketamin bessert Suizidgedanken erfolgreicher als Midazolam

In einer größeren Studie wurde verglichen, welches Medikament bei Patienten mit Suizidgedanken besser hilft: Ketamin oder Midazolam, ein Medikament aus der Gruppe der Benzodiazepine. Insgesamt wurden in diese Studie 80 Patienten eingeschlossen, die an einer schweren Depression mit Suizidgedanken litten. Diese Patienten erhielten entweder eine Ketamin-Infusion oder eine Midazolam-Infusion. Am nächsten Tag wurden die Effekte auf die Suizidgedanken untersucht.

Ambulante Ketamininfusion bei CRPS

Das complexe regioanle Schmerzsyndrom entsteht oft aus einem Trauma heraus und führt zu chronischen Schmerzen. Die Ursache ist nicht völlig geklärt, aber der NAMDA-Rezeptor scheint dabei eine Rolle zu spielen und bei der Aktivierung von Hirnstrukturen und Nerven mit zu wirken, die eine Schmerzempfindung begünstigen. Da Ketamin ein starker Blocker des NMDA-Rezeptors ist, liegt eine potenzielle Wirkung bei CRPS nahe. Darüber hinaus ist eine Wirkung bei akuten Schmerz und zum Teil auch bei chronischen Schmerzen bereits belegt.


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